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Deeksha
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PKD-Spiritualitaet
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Ein guter Kampf
Wir glauben, dass jeder Mensch, der heute zur spirituellen Dimension der Wirklichkeit erwacht und einen höheren und tieferen Sinn im Leben findet, dazu inspiriert ist, kämpferisch für seine Ideale einzustehen. Ob wir nun versuchen das Bewusstsein weiterzuentwickeln, oder gegen den Klimawandel, oder einen möglichen Atomkrieg kämpfen ― der spirituelle Impuls kann nicht von dem ethischen Drang getrennt werden, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Und um für unsere Ideale zu kämpfen, müssen wir uns engagieren, müssen wir in den Ring steigen und nicht nur als Philosophen danebenstehen.
Wir brauchen Mut und Integrität in unseren Motiven, um diesen guten Kampf zu führen. Wir brauchen dazu ein leidenschaftliches Interesse am Leben. Es ist einfach, am Rand zu stehen, den Kopf zu schütteln und darüber zu klagen, wie tragisch die Dinge sind. Aber wenn wir wirklich etwas verändern wollen, werden wir im Ring stehen und versuchen, aus der Welt einen besseren Ort zu machen. Und nur aus dieser Haltung heraus werden unsere Worte, unsere Gedanken und unsere Einsichten Gewicht haben. Wenn wir ein engagiertes Leben führen, gewinnt unser Selbst an Tiefe, Stärke und Autorität, und unsere Philosophie ist nicht länger abstrakt. Wir werden zu Menschen, die wirklich eine Veränderung bewirken können, weil wir aktiv teilnehmen, in die Tiefe gehen und die Grenzen unseres eigenen Potenzials erweitern.
Eine evolutionäre Haltung
Ich glaube, dass der kreative Impuls, der in dem sich entwickelnden Universum wirkt, seiner Natur nach ein Drang zu Vollkommenheit ist. Paradoxerweise ist es aber wichtig zu verstehen, dass Vollkommenheit in der manifesten Welt nie erreicht werden kann. Sie werden nie Vollkommenheit erreichen; ich werde nie Vollkommenheit erreichen. Es ist einfach nicht möglich!
Wir können sagen, dass, bevor irgendetwas geschah, bevor etwas aus dem Nichts entstand, Vollkommenheit verwirklicht war. Vollkommenheit existiert jederzeit im ungeborenen, nicht-manifesten, ungewordenen Zustand, an dem Ort, welcher der Urgrund allen Seins ist. Doch in dem Augenblick, als die Form aus der Formlosigkeit entstand, blieb die Vollkommenheit zurück. Der ganze kreative Prozess kann als ewiges Streben nach einer Vollkommenheit verstanden werden, die nie zu erreichen ist. Der ganze Kosmos strebt unendlich nach Vollkommenheit, kann aber niemals dort ankommen.
Deshalb denke ich, dass die beste Haltung für einen Menschen, der sich entwickeln möchte, folgende ist: Er sollte versuchen, eine Beziehung zum Leben auszudrücken, in der er immer nach Vollkommenheit strebt, wohl wissend, dass er sie nie erreichen wird. Was für ein Paradoxon! Warum sollten Sie versuchen, etwas zu erreichen, was Sie unmöglich erreichen können? Weil Sie das in die bestmögliche Lage versetzt, sich weiter zu entwickeln.

Moralische Entwicklung
Das postmoderne Selbst ist sehr gebildet und kognitiv weit entwickelt. Aber vergessen wir nicht, dass unsere Fähigkeit, komplexe und scharfsinnige Zusammenhänge zu verstehen, nicht unbedingt bedeutet, dass wir moralisch entwickelt sind. Die meisten von uns halten sich für moralisch weit entwickelt. Aber echte moralische Entwicklung führt zum Handeln. Wenn Sie wirklich ein moralisch weit entwickelter Mensch sind, handeln Sie konsequent aus moralischer Überzeugung — aus einem neu erwachten Sinn für Verbundenheit und Verpflichtung. Eine moralische Verpflichtung ist eine wahllose Fürsorge, so wie die natürliche Fürsorge einer Mutter für ihr Kind. Das Erwachen zu diesem moralischen Gefühl von Verbundenheit ist ähnlich wie die mütterliche Fürsorge, nur viel größer, weil Sie sich nun nicht nur um ein einziges Baby sorgen, sondern um den ganzen Lebensprozess. Und weil Ihr Augenmerk diesem gewaltigen Prozess gilt, bedeuten Ihnen Ihre eigenen psychologischen Ängste und Begierden und die der anderen nicht mehr so viel.
Wenn wir uns mehr für die Evolution des Prozesses als für unsere punktuellen, konditionierten und psychologisch gesteuerten Ängste und Begierden interessieren, werden wir uns auf dramatische und bedeutsame Weise verändern. Dies ist moralische Entwicklung in unserer Zeit und Kultur. In einem evolutionären Kontext kann das Ego, seit jeher der Feind der spirituellen Entwicklung, nur transzendiert werden, indem man zu einer moralischen Sensibilität erwacht, in der wir erfahren, dass wir nicht vom kosmischen Prozess getrennt sind. Wenn diese tief gefühlte Fürsorge eine moralische Verpflichtung beinhaltet, spürst du eine beinahe verzweifelte Leidenschaft für die Evolution des Lebensprozesses, und nur dadurch wird das Ego in wirklich bedeutsamer Weise transzendiert.